Tun

Ester Depret, Mutter von 2 Kindern, erzählt:

Was kann man in Zeebrugge erleben? Mehr als man denkt!

Ester Depret, angenehm!

Ich bin 28 Jahre alt und stolze Mama von Jules (5 Jahre) und Alixe (4 Jahre). Mit meinem Partner wohne und arbeite ich in Gent, aber wir sind beide in der Königin der Badestädte aufgewachsen: Ostende. Sobald das Wetter es wieder zulässt, kann man uns dann auch mit der ganzen Familie dort finden. Da es immer etwas zu erleben gibt, da die Wärme erträglich ist, da die Atmosphäre hier so gut ist (sofortige Urlaubsstimmung, jawohl). Ich kann 1001 Gründe nennen, warum unsere belgische Küste der Mühe wert ist.

Am 27. und 28. April war ich mit meiner Familie in Zeebrugge, und ich kann Ihnen beweisen, dass es auch außerhalb der Saison sehr viel zu Erleben gibt am Meer! Mit dem großen Vorteil, dass die riesigen Touristenmassen im April noch nicht zu sehen sind, hurra!

Es ist Ihnen sicherlich schon aufgefallen, dass wir im Haus Depret mit der See eng verbunden sind. Eine Vorliebe, die ich auch gerne an meine Kinder weitergebe. Die See und das gesamte Leben am Meer hat mir schon immer gefallen. Im Sommer, wenn die Hitze im Innenland nicht mehr auszuhalten ist beispielsweise. Aber ebenso außerhalb der Saison, wenn die Touristen den Weg zur Küste noch nicht gefunden haben. Der Unterschied zwischen Hoch- und Tiefsaison ist enorm, aber beide Welten können mich verzaubern. Vor allem weil ich merke, dass die meisten belgischen Küstenstädte ihr Bestes tun, um auch in der Tiefsaison ihre Besucher zu unterhalten.

Kurz und gut, das ganze Jahr über: eine große Liebe zum Meer! Von unserer 67 Kilometer langen Belgischen Küste kenne ich in der Zwischenzeit Ostende wie meine Hostentasche. Ich muss schon zugeben, dass meine Kenntnisse nicht viel weiter reichen als die Königin der Badestädte. Darum habe ich auf Einladung von Westtoer meine Kenntnisse in Zeebrugge erweitert. Eine Küstenstadt, die mir nicht direkt als Hochburg des Tourismus einfällt. Ich fand es also sehr spannend!

Seafront

Die alte Fischauktion, wo bis vor 30 Jahren die Fischer von Zeebrugge ihren frischen Fang loswurden, wurde zum Seafront umgebaut. Ein interaktives Museum, wo Sie alles über das Leben im und um das Meer herum lernen. So lernen Sie etwas über die Fischerei, aber auch die Funktion von Zeebrugge als Schutzhafen im Krieg, und wie dieser Hafen sich danach zu einem der (beinahe) größten Industriehafen in Belgien entwickelte. 

Hafenrundfahrt Franlis 

Sie wollen den Zeebrugger Hafen in seiner ganzen Glanz und Gloria entdecken? Die Rederei Franlis nimmt sie mit auf eine Rundfahrt und zeigt dabei alles, was es zu sehen gibt. Von gigantischen Frachtschiffen bis zu den Fähren und Kreuzfahrtschiffen, aber auch die Fischerei und die belgische Marinebasis kommen dran. Leider wehte während unseres Wochenendes an der Küste ein zu starker Wind, so dass das Boot nicht ausfahren konnte. Dieser Punkt steht ganz sicher auf unserer To-Do-Liste, wenn wir nochmals in der Nähe sind. Es ist doch so lehrreich und faszinierend, vom Wasser aus die Industrie eines so gigantischen Hafens wahrnehmen zu können.

Restaurant Tijdok

Nach unserem Besuch bei Seafront und im Hafen sind wir am alten Fischerkai geblieben. Wir entschlossen uns, im besten Fischrestaurant von Zeebrugge essen zu gehen: Tijdok. Eine Fischerfamilie, die nur mit lokalem Fisch arbeitet, der mit den Boten herbeigefahren wird, die 500 Meter weiter ihren Fang auf der Fischauktion abladen. Frischer geht es einfach nicht. Und dass das Restaurant mit Stammgästen gefüllt ist, ist natürlich auch ein gutes Zeichen. Dann weiß man doch sofort, dass man hier an der richtigen Adresse ist! Und jawohl, das Essen war phä-no-me-nal lecker!

Zeebrugge Strand 

Da der größte Teil von Zeebrugge vom Hafen und der Hafenindustrie in Anspruch genommen wird, ist der Deich recht klein und unbekannt. Der große Vorteil eines ruhigen Strandes an unserer Belgischen Küste? Es gibt Platz für viele Wassersportarten. So gibt es am Strand von Zeebrugge den (Kite)Surfclub Icarus. Eine trendige Strandbar, leckere Cocktails, ein Spielplatz für die Kleinsten, Einführungen ins Kite-Surfen und für alle, die sich trauen, sexy Surfer in Fleisch und Blut! Worauf warten Sie noch?

 

Het Zwin

Unser Wochenende am Meer wollte ich absolut mit einem Besuch am Zwin abschließen. Der Naturpark liegt nicht in Zeebrugge, sondern im Nachbarort Knokke-Heist. Als ich das letzte Mal im Zwin war, war ich noch in der Grundschule. Der Zwin (und vor allem das Besucherzentrum) hat in der Zwischenzeit ein grundlegende Renovation mitgemacht. So verzichten sie beispielsweise ganz auf Tiere in Gefangenschaft. Das bedeutet, dass alle Vögel in völliger Freiheit leben und die Saison bestimmt, welche Tiere Sie zu sehen bekommen und welche nicht. Mir hat vor allem der Storchenturm gefallen. Eine Aussichtshütte in der Höhe, von der wir eine perfekte Sicht auf einige brütende Storchenpaare haben. Jules war vom Süßwasserlabor einfach begeistert. Ein Führer erzählte ihm alles über die kleinen Wassertierchen und mit einem Mikroskop konnte er sie perfekt wahrnehmen. Kurz und gut, eine sehr lehrreiche Naturreserve!

Schlussfolgerung

Bei Zeebrugge denkt man nicht direkt an den klassischen Strandurlaub. Das muss ja auch nicht sein. Jede Küstenstadt hat ihre Vorteile und Zeebrugge strahlt mit der Industrie eine gewisse Energie aus. Die vielen Kite-Surfer und in der Ferne große Kränen und einige Frachtschiffe, die den Horizont füllen.

Steckt denn Potential in Zeebrugge als touristischer Badeort? Ja sicher, aber es gibt noch viel zu tun. Ich hoffe, dass die lokale Politik von Zeebrugge im Bereich Fremdenverkehr in den nächsten Jahren mehr tut. Es muss ja kein zweites Oostende werden, aber sowohl im Bereich Gastgewerbe als auch Freizeitmöglichkeiten gibt es noch zahlreiche Lücken.

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